Hypnose

Ein Tagtraum mit Wirkung Lernen Sie die Hypnose kennen oder vertiefen sie Ihr Wissen über Hypnose. Erfahren Sie wie die Hypnose funktioniert und warum sie so oft hilft.

ÜBer den Autor

Jan Zeyer, Hypnosetherapeut

In den Jahren in denen ich als Hypnosetherapeut in Zürich arbeite habe ich mich oft gefragt, wieso Hypnose mit seiner grossartigen Wirkung nicht öfters gebraucht wird. Ich denke das liegt unter anderem am Ruf, den die Hypnose geniesst. Fast in keinem Bereich gibt es so viel Halbwissen und Mythen wie bei der Hypnose. Um Hemmungen gegenüber Hypnose abzubauen und die wunderbaren Möglichkeiten der Hypnose mehr Menschen nahe zu bringen, habe ich hier Informationen über Hypnose zusammengetragen. Falls Sie direkt Fragen zur Hypnose haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ansonsten wünsche ich Ihnen viel Spass beim Lesen!

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Warum Hypnose?

Hypnose kommt überall um uns herum vor. Alles was uns berührt oder bewegt kommuniziert auf irgendeine Weise mit dem Unbewusstsein. Deswegen ist die Hypnose die effektivste Kommunikationsmethode. Kommunikation ist dabei weit gefasst. Sie kann sowohl zwischenmenschlich, wie auch im Mensch drin vorkommen. Je besser die Teile des Gesamten miteinander kommunizieren, desto besser und entspannter laufen die Abläufe. Sei das in einer Firma, in einer Beziehung oder im Immunsystem, die unbewusste Kommunikation ist immer mit im Spiel. Natürlich kann man denken: „ach Unbewusstes läuft sowieso ab, auch wenn ich es nicht verstehe und ich möchte sowieso nichts verändern oder verbessern.“ Das ist legitim. Jedoch für die, die sich weiterentwickeln wollen, ist die Hypnose einer der effektivsten Wege.

Die Kurzfassung

Was ist Hypnose?

Es gibt viele Beschreibungen des hypnotisierten Zustandes. In Hypnose sein wird auch öfters verschieden empfunden. Manche merken einen starken Übergang zur hypnotischen Trance und zurück. Andere merken fast gar nicht. Es gibt jedoch gewisse universellen Erfahrungen mit Hypnose. Was man bei der Hypnose erwarten kann und was nicht:

Entspannend

Die Hypnose wirkt sehr entspannend. Deswegen wird der Effekt der Hypnose auch oft als Tiefenentspannung bezeichnet.

Angenehm

Die hypnotische Trance wird oft als sehr angenehm empfunden. Die Sorgen und Alltagsprobleme können zurückgelassen werden in der Entspannung.

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Selbstbestimmt

Niemand ist willenlos oder fremdbestimmt in der Hypnose. Wohin der Geist wandert, kann vom Unbewusstsein des Hypnotisierten bestimmt werden.

Humorvoll

Die Hypnose ist nicht immer eine ernste Sache. In gewissen passenden Momenten kann auch der Witz eine heilende Wirkung haben.

Spielerisch

Durch die Entspannung kann die Hypnose eine Lockerheit bringen, die zu mehr Spielraum führt. Wenn wir nicht mehr verkrampft sind ist vieles lösbar.

Kreativ

Da durch die Hypnose das gesamte Unbewusstsein angeregt wird, erhöht sich die Kreativität. So können neue Verbindungen und Ideen entstehen.

Objektiver

In Hypnose sehen wir Probleme mit Herz und Verstand. So wird entschieden was weg kann und was wirklich wichtig ist.

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Egoreduziert

Durch die objektivere Selbstansicht reduziert sich auch das Ego und somit wird die Kritikfähigkeit erhöht. Schmerzliche Tatsachen können so viel besser integriert werden.

Entdeckungsfreudig

In der Hypnose kann auf Erinnerungen zugegriffen werden, die bewusst nicht mehr ansteuerbar sind. Dies kann Verdrängungen lösen.

Grundlegendenes

Das ABC der Hypnose

Verfahren

Hypnose ist unter anderem das Verfahren mit dem man die Hypnose erreicht. Die hypnotische Trance wird also mit der Anwendung der Hypnose induziert. Das Verb dazu ist „hypnotisieren“

Zustand

Der Zustand der Hypnose ist der Begriff für die hypnotische Trance. Also ist Hypnose auch das Nomen zu den Begriffen „in Hypnose sein“ oder „hypnotisiert sein“

Mit dem Unbewusstsein kommunizieren

Allgemein gesagt ist also die Hypnose die Kommunikation mit dem Unbewusstsein. Sowohl der Zustand wie auch das Verfahren führen zum Miteinbezug des Unbewussten. Wenn wir also auf eine Art kommunizieren die das Unbewusstsein anspricht, dann hypnotisieren wir auf eine gewisse Weise bereits selbst. Schon genug verwirrt? Gut dann können wir beginnen

Woher kommt die Hypnose?

Die Geschichte der Hypnose

Am Anfang war das Feuer. Die Hypnose ist jedoch noch etwas älter. Hypnotisch kommunizieren, das machen auch schon Tiere. Wenn der Fischschwarm sich wie ein einzelner Organismus bewegt, dann ist irgendwo auch eine Verständigung im Spiel. Spricht ein Mensch hypnotisch mit Tieren ist er ein Tierflüsterer. Wir konzentrieren uns hier aber auf die Hypnose von Menschen. In meiner Hypnose Ausbildung haben wir schon von „Tranceflüstern“ gesprochen. Mit der Hypnose flüstert man also Menschen in Trance. Dies hat sicher schon stattgefunden als die Verwandten der Menschen mit ihren Stimmbändern Laute erzeugen konnten. Das hypnotische Grunzen von damals war sicher noch nicht so charmant wie moderne Hypnosetherapie aber eines haben die Urmenschen schnell begriffen: Hypnose funktioniert! Die Wurzeln der Hypnose reichen also bis zum Anfang der Menschheitsgeschichte zurück

Der Schamane

Nachdem erkannt wurde, wie heilend die Trance sein kann, haben sich gewisse Menschen darauf spezialisiert. Damals waren der Arzt und der Hypnosetherapeut noch ein und die selbe Person, nämlich der Schamane. Diese Art der Heiler findet sich auf die eine oder andere Art in fast jedem Urvolk. Da diese sich noch nicht die „durch empirische Forschung bewiesene Medizin“ hinter sich stehen hatten, nahmen sie ihre Heilkraft aus Göttern, Pflanzen oder Tieren. (Damals wären Laborratten heilig gesprochen worden.) Mit vielen Ritualen brachten sich die Heiler in den Zustand der Trance. Sobald die unbewusste Verbindung aufgebaut war, lieferte ihnen ihr Unbewusstes die Lösung für das Problem der Hilfesuchenden. Ob es die richtige Zusammenstellung der Heilkräuter oder eben die richtigen Worte oder Sätze waren, die Antworten kamen aus dem Unbewusstsein. Auch heute bringt sich der gute Hypnosetherapeut auch selbst in eine leichte Trance, um auch auf kleinste unbewusste Veränderungen reagieren zu können.

Tempelschlaf

Sobald die Schamanen und Heiler genug Erfolge verzeichnet hatten, schlossen sie sich wahrscheindlich zu verschiedenen Gruppen zusammen, die ihre Lehren und Erfahrungen zusammentrugen. Oftmals definierten sie sich durch das, was sie für die Heilung beschworen. Aus diesen Gruppen entstanden dann mit der Zeit Tempel und Schulen, welche die Leute aufsuchten um Linderung von ihren Beschwerden zu bekommen. Die Hypnose wurde oft als der „Tempelschlaf“ bezeichnet. Die Priester oder Heiler brachten die Hilfesuchenden in eine hypnotische Trance in dem sie mit Ihnen sprachen. Um dem Betroffenen jemanden zur Seite zu stellen, der mit der Heilung helfen kann, wurden Götter Tiere oder ähnliches beschworen. Waren es Götter, konnte mit ihnen innerlich ein Deal eingegangen werden konnte um das Problem zu lösen. Waren es Tiere, halfen sie das zu tun, was sich der Hilfesuchende noch nicht konnte.

Die Priester, Gelehrten oder Heiler verschiedenster Schulen machten sich also unter anderem die heilende Wirkung der hypnotischen Trance zu nutze. Egal ob im alten Ägypten oder bei den Kahunas in Hawaii, die Hypnose fand immer wieder Erwähnung, auch in der aufgeschriebenen Geschichte der Menschheit. Jedoch wurden die Möglichkeiten noch eher äusseren Kräften und Einflüssen zugeschrieben, als den jedem angeborenen Selbstheilungskräften.

Franz Anton Mesmer

Das was wir heute als Hypnose bezeichnen wurde also über längere Zeit von Geistlichen ausgeübt und den Kräften der beschworenen Helfern zugeschrieben. Franz Anton Mesmer, ein Arzt aus Wien, engte ab 1778 das Feld etwas ein. Mesmer lernte die Hypnose als „Magnetheilung“ kennen, merkte jedoch bald, dass der Einsatz von Magneten nicht zwingend waren. Trotzdem ging er davon aus, dass Magnetismus irgendwie einen Einfluss hatte. So schrieb er die Wirkung der Hypnose dem „Magnetismus“ des Hypnotiseurs zu. Er nannte deswegen seine Hypnose Methode „Animalischer Magnetismus“. Diese fand viel Anklang in Westeuropa und inspirierte viele dazu, sich mit der hypnotischen Trance auseinanderzusetzen. Trotz den grossen Erfolgen von Mesmers Form der Hypnose, wurde sein Tun von der vorherrschenden Schulmedizin als unwirksamen Betrug abgestempelt. Allen Versuchen zum Trotz, ihn als Betrüger darzustellen, hatte Mesmer grossen Einfluss auf das Denken der damaligen Zeit. Man kann sich vorstellen, was für Wellen Mesmer schlug indem man sich vor Augen hält, dass das englische Wort für „jemanden verzaubern; in den Bann ziehen“ „to mesmerize“ heisst.

James Braid

James Braid war wie Mesmer ein Mediziner. Als er die Wirkung von Hypnose in einer Vorführung gesehen hatte, liess sie ihn wie viele nicht mehr los. Während seiner Lebzeit wurde er zum ersten wirklichen Hypnoseforscher. Zwar wird ihm oft die Bezeichnung „Hypnose“ zugeschrieben, diese ging jedoch nicht auf ihn zurück. Im Gegenteil, er machte eine klare Trennung zwischen dem Zustand der hypnotischen Trance und dem alltäglichen Schlaf. Die Bezeichnung Hypnose von „Hypnos; der Schlaf“ wäre von ihm also nicht unterschrieben worden. Durch seine Entdeckung anwendung der Selbsthypnose kam er auf eine sehr wichtige Erkenntnis, die auch heute noch manche nicht haben: Die Hypnose wirkt von innen. Der Zustand der Hypnose wird also nicht durch die unwiderstehliche Kraft des Hypnotiseurs erreicht, sondern durch die inneren Vorgänge in der hypnotsierten Person. Die Hypnose „hat also nichts mit dem Starren, dem Charisma oder Magnetismus zu tun“. Er hat erkannt, dass die Hypnose ein natürlicher Zustand ist, der vom Hypnotiseur hervorgeholt und geführt, jedoch nicht von aussen der Person aufgezwungen wird.

Milton H. Erickson

Milton Erickson erkrankte als Teenager an Kinderlähmung. In der Zeit, in der er sich nicht mehr bewegen konnte, schulte er seine Aufmerksamkeit und richtete seine Wahrnehmung nach innen. Was er nicht mehr von aussen holen konnte, suchte er also in sich drin. Um die Lähmung erträglicher zu machen, experimentierte er mit der Trance und kämpfte sich so auch ins Leben zurück. Dazu nutzte er unter anderem Imaginationen und Ideomotorik. Als er wieder grösstenteils geheilt war, ging er an die Universität wo er sowohl in Medizin wie auch in Psychologie einen Abschluss erlangte. In seinem Arbeitsalltag als Psychiater setze meist Hypnose ein, die sich von früheren Ansätzen unterschieden. So lud er das Unbewusstsein gewissermassen „zum spielen ein“ und führte seine Klienten mit Geschichten in die Trance. Durch die Verwendung von Verwirrung und Metaphern konnte er grosse Erfolge erzielen. Er verstand es die Sprache des Unbewusstseins zu sprechen und so noch direkter mit ihm zu kommunizieren. Dazu liess er sich auch selbst in Trance sinken und verstärkte so die Kommunikation von Unbewusstsein zu Unbewusstsein. Für Erickson war klar, dass für die Verwendung der Hypnose als Therapieform ein individueller Ansatz gebraucht wird. Er gestaltete seine Trance Sitzungen also nicht nach einem Schema, sondern nach den Bedürfnissen und Eigenheiten des Klienten. Seine Form von permissiver Hypnosetherapie lässt viel mehr Platz für Kreativität und Intuition. Seine einladende Art der Hypnose war geprägt von hypnotischen Sprachmustern. Diese Form von hypnotischen Sprechen kann immer angewandt werden, auch ausserhalb vom Induzieren einer Trance. Deshalb wurde sie unter anderem von den Gründern von NLP verwendet. Durch sein Werk brachte Milton Erickson die Hypnosetherapie in ihre moderne Form. Die Einladung nicht der Befehl zeichneten seine Art der Hypnose aus.

Moderne Medizin

Während die Hypnose von der Schulmedizin lange Zeit belächelt wurde, bestätigen immer mehr neue Forschungen Annahmen, die Anwender der Hypnose schon seit tausenden von Jahren benutzen. So ist es kein Wunder, dass sich immer mehr auch Wissenschaftler für Hypnose interessiere. Die Schweizer Hypnoseforschung hatte eine Vorreiterrolle.So wurde unter anderem gezeigt, wie die Hypnose im Gehirn wirkt. Die Geschichte der Hypnose ist also alles andere als vorbei. Im Gegenteil, mit jeder Studie und jeder Person die Hypnose für sich entdeckt, wir ein neuer Abschnitt hinzugefügt.

Fazit der Geschichte der Hypnose

Die Hypnose ist so alt wie die Menschheit selbst, vielleicht sogar noch etwas älter. Viele wirkungsvolle Aspekte der Hypnose wurden schon vor Urzeiten erkannt und angewandt. Die Geschichte der modernen Hypnose war vor allem eine der Wiederentdeckung. Ausserdem wurde viel Überflüssiges entfernt. So findet man in der modernen Hypnosetherapie keine Pendel oder Ähnliches mehr. Die Hypnose war schon immer erfolgbasiert. Was nicht funktioniert, fliegt. Deshalb wurde sie über Jahrtausende immer effizienter.

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Dranbleiben bei der Hypnose

Wo erleben wir täglich Hypnose?

Hypnose im Alltag

Jeder von uns erlebt kleinere oder grössere Momente der Trance im Alltag. Natürlicherweise durchwandern wir den hypnotischen Zustand vor dem Aufwachen und dem Einschlafen. Aber auch in alltäglichen Tätigkeiten finden wir immer wieder Momente der Trance. Man kann diese Auslöser aufteilen in passive und aktive Hypnose.

Passive Hypnose

Wenn man gedankenversunken auf der Toilette sitzt und genau dann die besten Ideen hat, dann hat man gerade passive Hypnose erlebt. Die passive Hypnose ist die Hypnose, die nicht speziell gestaltet wurde, um jemanden in Trance zu bringen. Die Momente der Verwirrung oder der Entspannung die einfach so geschehen, jeder kennt sie. Wenn man sich einfach so mal erlaubt abzuschweifen. Z.B wenn man auf den Bus wartet oder mit dem Auto über längere Strecken fährt. Meist sind diese hypnotischen Erlebnisse alles andere als Unangenehm. Sie bewegen uns nicht in eine bestimmte Richtung, sondern es ist einfach eine andere Art von Sein.

Aktive Hypnose

Aktive Alltagshypnose ist die Hypnose, die an uns gerichtet ist mit der bewussten Absicht, uns in Trance zu bringen. Wenn uns zum Beispiel die Werbung sagt „Just do it“ oder wenn wir die ganze Welt vergessen, während wir stundenlang Videos oder Bilder auf dem Internet anschauen, dann wurde das genau so konzipiert. Werbung die Hypnose gut einsetzt, bringt uns in einen hypnotischen Zustand, wenn auch nur kurz. Auch gut designte Webseiten werden spezifisch auf diese Alltagshypnose getrimmt. Zwar wird man nicht zum willenlosen Zombie, der alles sofort kauft, jedoch hat das aufkommen der Swombies, der „Smartphone-Zombies“ sicher auch etwas mit Alltagshypnose zu tun.(Diese hypnotischen Tricks funktionieren natürlich auch nur so gut, wenn jemand nicht hypnotisch ausgebildet wurde. Deswegen nenne ich Teile unserer Hypnose Ausbildung auch scherzhaft „Verteidigung gegen die Dunklen Künste“.) Aber nicht jede Form von aktiver Alltagshypnose muss zwingend eine manipulative Absicht haben. Die hypnotische Verpackung von Gedanken ist hat nicht wirklich eine Wertung. Wenn wir eine Geschichte mitreissend erzählen und die Zuhörer sich voll mitgerissen fühlt, dann haben wir ihn auch auf eine Art hypnotisiert. (siehe oben Milton Erickson). Oder wenn wir jemanden trösten, dann versuchen wir auch mit den richtigen Worten oder Berührungen den Zustand zu wechseln.

Glaubenssätze

Wie wir uns selbst im Alltag hypnotisch beeinflussen, ist mit Glaubenssätzen und ähnlichem. Die eigenen hypnotischen Suggestionen passieren oft auch von alleine. Wenn uns die innere Stimme immer wieder etwas sagt, werden wir uns auch in diese Richtung verhalten. Sagt sie z.B. immer wieder wie ungenügend oder schlecht wir sind, dann richten wir uns logischerweise danach aus. Die selbsterfüllende Prophezeiung hat einen starken hypnotischen Effekt. Das wissen auch alle die regelmässig visualisieren. Jemand der mit positiven Gedanken aufsteht, der hat auch mehr Resistenz gegen negative Erlebnisse. Wenn wir uns in einen positiven Zustand bringen mit geankerten Gefühlen, dann setzen wir uns sozusagen die Brille des Erfolgs auf und sehen die Welt durch sie. All das ist nichts anderes als Selbsthypnose im Alltag. So bringen wir uns bewusst oder unbewusst mit Hypnose bereits jetzt auf gewisse Wege, manchmal des Scheiterns aber oft auch des Gelingens. Die Alltagstrance passiert also so oder so, mit unserem Zutun oder ohne. Die Frage ist meist nur, ob wir die Hypnose für uns nutzen oder nicht.

Wer ist hypnotisierbar?

Bin ich hypnotisierbar?

Wir erleben alle immer wieder in unserem Alltag kurze hypnotische Trancen. Wir sind also nicht nur alle hypnotisierbar, wir gehen auch öfters durch den Trancezustand.

Kurz: Es gibt niemanden der nicht hypnotisiert werden kann.

Jedoch hält sich die Theorie, dass die Hypnose nicht bei jedem gleich wirken kann weil die Person nicht so „suggestibel“ ist.

Suggestibilität

Es wird generell angenommen, dass Menschen unterschiedliche Suggestibilität besitzen. D.h sie übernehmen Suggestionen von aussen und innen unterschiedlich stark. Personen mit einer hohen Suggestibilität gelten als „naiv“. Bei Studien über Hypnose werden Menschen in Gruppen eingeteilt, solche die „hochsuggestibel“ sind und solche die „niedrigsuggestibel“ sind. Deswegen wird oft angenommen, dass die Suggestibilität konstant ist und dass bei gewissen Personen die Hypnose „einfach nicht wirkt“, weil die Person nicht suggestibel genug ist. Ich unterstütze diese Annahme nicht. Vertraut der Hypnotisand dem Hypnotiseur? Ist er jemand der gut „loslassen“ kann oder zerpflückt er dauernd innerlich alles Gesagte? Braucht der Hypnotiseur für die Person passende Worte? Dies alles kann einen grossen Einfluss haben darauf, wie gut Hypnose wirkt bei der einzelnen Person. Macht eine Person auf uns einen vertrauenswürdigen Eindruck, lassen die meisten logischerweise auch mehr äusserliche Suggestionen zu. Braucht der Hypnotiseur ausserdem Worte, die für den Klienten passen, wird die Wirkung verstärkt. Zusätzlich bestimmt der derzeitige Zustand des Hypnotisanden auch die Suggestibilität. Wenn jemand nicht entspannt ist, kann konsequenterweise auch weniger Aufnahme stattfinden. Ausserdem ist die Hypnose nicht nur durch Fremdbeeinflussung, der man „glauben“ muss, wirksam.

Trance-Trainiertheit

„Alles ist Übung“ sage ich jeweils meinen Klienten, wenn sie überrascht sind, dass sie in der zweiten Sitzung die hypnotische Trance viel intensiver erlebt haben. Der Übungsfaktor wird oft vergessen bei der Diskussion über Suggestibilität. Ich habe es bei mir selbst erlebt, wie meine Trance Fähigkeiten sich mehr und mehr entwickelt haben über die Jahre in denen ich mit Hypnose beschäftigt habe. Am Anfang habe ich zwar schon einen Unterschied gespürt, jedoch nicht mit der gleichen Stärke und ohne die gleiche Intensität von Trancephänomenen. Ich wurde in meiner Funktion als Assistent bei Hypnoseausbildungen und Weiterbildungen von sicher über hundert Hypnotiseuren aller Fähigkeitsstufen hypnotisiert. Aus diesen Erfahrungen habe ich gemerkt, dass die Wirkung der Hypnose, nicht nur von der Fähigkeit des Hypnotiseurs abhängt, sondern auch von der eigenen Trancefähigkeit. Früher hatte ich immer noch einen inneren Dialog, der Bewusste Verstand liess die Zügel noch nicht los. Heute, wenn ich bereit bin, fängt jemand an hypnotisch zu sprechen und ich bin innert Sekunden in einer tiefen Trance. Wenn jetzt also jemand bei einer Hypnosestudie teilnimmt und vorher zwar noch nie aktiv hypnotisiert wurde, jedoch im Alltag viel Trance erlebt, z.B. bei der Meditation, dann wird er auch in der Studie wahrscheindlich besser in hypnotische Trance gehen. Diese Trancefähigkeiten dann einer Suggestibilität zuzuschreiben, die jemanden ungefiltert alles von aussen aufnehmen lässt, finde ich leichtsinnig. Vor allem der negative Anstrich, der diese Ansicht der Suggestibilität bekommt, stösst mir sauer auf. Die Fähigkeit sich voll und ganz auf etwas einzulassen, ist wichtig für vielen Erfolg im Leben. Jemand der seinen Zustand ändern kann ist auch auf vieles besser vorbereitet. Sich eine hohe Suggestibilität, auf ausgewählte Suggestionen anzutrainieren, ist also alles andere als naiv oder negativ behaftet. Durch das Trance Training kann ausserdem eine Resistenz gegen unerwünschte Suggestionen aufgebaut werden, sodass eben diese willenlose Naivität reduziert werden kann. Das Fazit ist: jeder kann hypnotisiert werden und (mit einem guten Lehrer) auch seine Trancefähigkeiten verbessern.

Wie erkenne ich Hypnose?

Trancephänomene der Hypnose

Manchmal merken wir selbst gar nicht, ob wir bereits in Trance sind. Um die Fragen nach der Hypnotischen Trance beantworten zu können, müssen wir wissen wie sie sich zeigt. Der Zustand der Trance ist im Gehirn gut feststellbar und auf dem EEG sichtbar. Aber auch ausserhalb der Gehirnmessung gibt es Zeichen, die nur in der hypnotischen Trance beobachtbar sind. Damit können wir zwischen dem normalen Wachzustand und der Trance unterscheiden. Wenn wir im Alltag solche Phänomene feststellen, dann wissen wir, dass sich irgendwo eine (leichte) Trance eingeschlichen hat. Die meisten werden feststellen, dass sie die meisten der Trancephänomene bereits kennen und öfters in Trance sind als zuerst angenommen.

Amnesie

Bei der Amnesie findet ein volles Vergessen statt. Dies kann vorkommen bei kleinen oder Grossen Themen. Ein Beispiel, das fast jeder kennt, ist der Moment wenn man in ein anderes Zimmer geht und plötzlich vergisst, was man eigentlich dort wollte. Die Amnesie als Hypnose Trancephänomen kann zum Beispiel eingesetzt werden, um unnötige, schmerzhafte Erinnerungen zu vergessen.

Hypermnesie

Die Hypermnesie beschreibt die gesteigerte Erinnerung. Wenn man z.B. eine Erinnerung voll wieder erlebt, mit den zugehörigen Gefühlen oder Gerüchen, dann beschreibt man das als Hypermnesie. Wenn man sich z.B. an seinen ersten Kuss erinnert, dann erlebt man die Erinnerung meist viel genauer als die Erinnerung an das erste Mal Zähneputzen. In der Hypnose können vergangene Momente wieder voller erinnert werden. So wird das zum Beispiel bei polizeilichen Ermittlungen eingesetzt oder in der Therapie, damit jemand einen guten Moment sich wieder voll in Erinnerung rufen kann.

Analgesie

Die Analgesie ist nahe Verwandt mit der Anästhesie. Dabei wird das Schmerzempfinden reduziert oder sogar ganz entfernt, andere kinästhetische Empfindungen bleiben jedoch. Druck, Berührungen und Ähnliches wird also immer noch gefühlt. Die Analgesie wird wie die Anästhesie vor allem zur Behandlung von Schmerzen eingesetzt.

Anästhesie

Die Anästhesie beschreibt die komplette Empfindungslosigkeit. Ist z.B. ein Arm anästhesiert, ist er wie „weg“, das heisst keine Informationen kommen mehr an. Im Gegensatz zur Analgesie können anästhesierte Körperteile meist auch nicht mehr bewegt werden. Oftmals stellt sich eine Anästhesie auch mit einer kompletten Entspannung ein. Die Hypnonarkose wird in immer mehr Spitälern angewendet.

Dissoziation

Die Dissoziation ist die Abtrennung einzelner Teile vom Rest. Diese kann partiell, also teilweise oder auch komplett stattfinden. Ein Beispiel für eine komplette Dissoziation kann eine sogenannte „Out-Of-Body-Experience“ sein. Dabei steht man neben sich und kann sich selber zuschauen. Dies muss nicht unbedingt im Jetzt stattfinden. Viele Menschen erinnern sich dissoziiert. Wenn man sich an einen bestimmten Moment in seinem Leben erinnert und sich in der Szene von aussen sieht und nicht die Sicht aus den Augen, ist man in der Erinnerung in einer Dissoziation. In der Therapie kann die Dissoziation verschiedentlich eingesetzt werden. Z.B. indem verschiedene Parteien in einem Inneren Konflikt von einander abgespalten werden und so dann verhandelt werden kann. Das Gegenteil von Dissoziation ist die Integration, bei der die Teile noch mehr zusammenspielen. Dies geschieht z.B. wenn das Kinder-Ich noch mehr ins Geschehen integriert wird.

Halluzination

Die Halluzination ist wahrscheinlich das Trancephänomen, dass am meisten Assoziationen weckt. Möglicherweise meinen die meisten, dass Halluzinationen nur durch Drogen oder ähnliches vorkommen können. Bei fliegenden, pinken Elefanten, oder ähnlichem, der im realen Raum herumfliegt, mag das so sein, jedoch fängt die Halluzination schon viel kleiner an. Dabei gibt es zwei Sorten von Halluzination, die positive und die negative Halluzination.

Positive Halluzination

Bei der positiven Halluzination wird etwas wahrgenommen was nicht hier ist. Wer bei der Erwähnung eines fliegenden, pinken Elefanten ein Bild davor vor dem inneren Auge hatte: Gratulation Sie haben soeben positiv halluziniert. Wer noch nicht so geübt ist im Visualisieren von Ideen, der kennt ziemllich sicher das andere Beispiel. Haben sie schon einmal bei einer Treppe eine letzte Treppenstufe genommen, die nicht da war? Genau, auch das war positive Halluzination.

Negative Halluzination

Die negative Halluzination ist nicht die Halluzination von negativen Dingen, sondern das „nicht-Sehen“ was da ist. Wenn unser Unbewusstsein etwas komplett aus der bewussten Wahrnehmung herausfiltert, dann ist das negative Halluzination. Auch dieser Form kommt öfters im Alltag vor als die meisten denken. Wenn man z.B. etwas im Kühlschrank sucht und es nicht findet, auch wenn es direkt vor der Nase steht, hat man negative Halluzination erlebt. Oder die Sonnenbrille auf dem Kopf, die lange gesucht wird, ist ein anderes Beispiel.

Katalepsie

Setzt das Trancephänomen der Katalepsie ein, erstarren einzelne Körperteile oder sogar der ganze Körper. Dabei wird das Halten der kataleptischen Starre als absolut mühelos empfunden. Teilweise kann Katalepsie vorkommen in Kombination einer Dissoziation, sodass der starre Körperteil als weit entfernt oder nicht mehr bewusst steuerbar empfunden wird.

posthypnotische Suggestionen

Die posthypnotische Suggestion ist eine Suggestion, die auch nach der hypnotischen Trance noch wirken soll. Dabei können sogar messbare Veränderungen im Gehirn festgestellt werden. Viele Erfolge der Hypnosetherapie basieren auf der geschickten Verwendung von posthypnotischen Suggestionen. Diese wirken dann im Alltag nach und ändern in gewissen Situationen unser Verhalten. So können alte Verhaltensmuster durchbrochen werden. Teilweise geschieht das ganz unbewusst, teilweise auch noch mit bewussten Aspekten, wie z.B. einem Leitsatz. Die posthypnotische Suggestion ist auch verwandt mit dem „Ankern“

Regression

Das Wort Regression heisst grundsätzlich „zurückgehen“. Leider wird es oft gebraucht für die Reise in vergangene Leben. Davon kann jeder denken was er möchte, für mich gehört die Reise in vergangene Leben eher in die Kategorie der positiven Halluzination. Daher benutze ich das Wort Regression als das Zurückreisen in die eigene Vergangenheit. Das Zurückgehen in vergangene Lebensabschnitte kann auf verschiedene Arten passieren. Auf die Weise, dass man als Aussenstehender, Szenen aus der eigenen Erinnerung beiwohnt, oder dass man sie voll wieder erlebt. Oft wird die Regression auch im Kontext der „Regression to the cause“ gebraucht, also die Reise zur Ursache eines Problems. Dies ist jedoch nicht der einzige Einsatzbereich. Oftmals vergessen wir auch vergangene Erfolge, die wir so mit Hypnose wieder hervorholen können.

Ideomotorik

Ideomotorische Bewegungen sind unbewusste Bewegungen. Diese können von leichtem Zucken bis hin zu ganzen Bewegungsabläufen vieles sein. Wenn man aus etwas instinktiv fängt, dass sonst auf den Boden fallen würde ist das auch eine Art der Ideomotorik. Meist zeigt sich die Ideomotorik jedoch als Zucken. Z.B bevor man einschläft kann das öfters vorkommen. Mittels dieses Trancephänomen ist es auch möglich für den Hypnotiseur direkt mit dem Unbewusstsein zu kommunizieren. Wenn z.B. eine Frage gestellt wird, kann mit einem ideomotorischen Zucken die Bereitschaft des Unbewusstseins erfragt werden.

Zeitverzerrung

Bei der Zeitverzerrung wird, wie der Name schon sagt, die Zeitwahrnehmung verzerrt. So kann es sein, dass kurze Momente sehr lange erscheinen oder lange sehr kurz. Wer schon einmal in einer langweiligen Schulstunde gesessen hat, kennt das Phänomen nur zu gut. Die gefühlte Ewigkeit ist ein gutes Beispiel für Zeitverzerrung. In meiner Praxis erlebe ich oft, dass Klienten sagen „Was ist es schon vorbei?“, wenn ich sie am Ende der Stunde aus der angenehmen Trance hole. Ihnen ist die Zeit dann viel kürzer vorgekommen, da eine Zeitverzerrung stattgefunden hat.

Wie kann ich Hypnose nutzen?

Selbsthypnose

Genau so wie jeder Mensch von einem geübten Hypnotiseur in Trance versetzt werden kann, so kann er es auch selbst. Dabei ist jedoch eine gewisse Übung vonnöten um den direkten Zugang zu haben. Die Kunst der Selbsthypnose ist viel weniger kompliziert als viele denken. Selbsthypnose lernen kann jeder nach kurzer Zeit. Deswegen gebe ich vielen meiner Klienten auch eine Anleitung zur Selbsthypnose mit auf den Weg. Als Suggestionen der Selbsthypnose werden dann die Suggestionen aus der Hypnosetherapie verwendet, um diese noch nachhaltiger zu machen.

Hypnosetherapie

Die Hypnosetherapie ist die Anwendung der Hypnose für therapeutische Zwecke. Mittels Hypnose regt der Hypnosetherapeut Veränderungen direkt im Unbewusstsein an. Dies geschieht in der hypnotischen Trance mit verschiedensten Mitteln. Je geschickter der Hypnosetherapeut die verschiedenen Eigenheiten der hypnotischen Trance, wie die Trancephänomene, nutzt, desto erfolgreicher ist die Hypnosetherapie. Da das Unbewusste so viele verschiedene Aspekte des Körpers steuert, ist die Hypnosetherapie für so viele Themen geeignet.

Begriffe der Hypnose

Im eigentlichen Sinne gibt es keine „medizinische Hypnose“ die einen Unterschied aufweist zu einer „nichtmedizinischen Hypnose“. Der Zustand der hypnotischen Trance ist gleich. Der Begriff „medizinische Hypnose“ ist also reine Definitionssache. Ist Hypnose die ein Arzt ausführt gleich auch eine „medizinische Hypnose“? Oder ist die Hypnose mit der Absicht ein körperliches Symptom zu heilen schon medizinische Hypnose? Klar ist der Ausdruck medizinische Hypnose als Abgrenzung zur Showhypnose. Die Behandlung von psychosomatischen Symptomen liegt im Vordergrund. Die Hypnose als Therapie im Gegensatz zur Hypnose zur Unterhaltung soll damit zum Ausdruck gebracht werden. In die gleiche Kerbe schlägt auch die „klinische Hypnose“. Ich finde es schön dass mit diesen Begriffen der Anschein der Professionalität suggeriert werden soll, jedoch führt die Verwendung der Ausdrücke zu unnötiger Verwirrung.

Vielerorts wird von verschiedenen Hypnosetiefen gesprochen. Die heissen dann „Stadien der Hypnose“ oder „Stufen der Hypnose“. Ich finde diese Aufteilungen der Hypnose nicht nötig. Wenn jemand in Trance ist, dann können Trancephänomene erkannt werden. Ist dies nicht der Fall, ist die Person nicht in Trance. Es gibt also nur Trance oder nicht-Trance. Wie sich die Trance zeigt ist bei den meisten Menschen individuell. Bei gewissen Menschen übernimmt das Unbewusstsein ganz die Kontrolle und der bewusste Verstand zieht sich komplett zurück. Andere bleiben bewusst anwesend. Da von irgendwelchen Stufen zu sprechen, die sie erreicht oder eben nicht erreicht haben ist nicht nötig. Alle Veränderungen sind in der Trance möglich, meist ist es in der Therapie sogar hilfreicher wenn der bewusste Verstand auch anwesend ist. So kann die maximale Kommunikation stattfinden und das gemeinsame Handeln verstärkt werden. Jeder Hypnosetherapeut, der schon einmal gesehen hat, wie viel Veränderung möglich ist nur durch Entstehenlassen einer Trance, weiss das genau.
Der Hypnotiseur induziert die Trance beim Hypnotisanden. Entweder führt er durch die Trance oder er lässt eine Leerhypnose entstehen, bei der das Unbewusstsein den Rest übernimmt. Die meisten fähigen Hypnotiseure gehen beim hypnotisieren auch selbst in einen Trancezustand. Dabei steigt die Möglichkeit für unbewusste Kommunikation. Das Unbewusstsein des Hypnotiseurs spricht also sozusagen durch ihn zum Unbewussten des Klienten.

Jeder von uns hat schon einmal Hypnose erlebt. Die Frage ist nur ob man sie auch für sich nutzt.

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