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Depression

Depressionen behandeln mit Hypnose Depression hat viele Gesichter. Von der leichten depressiven Verstimmung bis hin zur schwerwiegenden Depression: Die Hypnosetherapie kann helfen.

Die Depression ist die weitverbreiteteste psychische Krankheit der Welt.

Die WHO schätzt, dass jeder fünfte in seinem Leben an einer Depression erkrankt. Wenn 20% aller Menschen in ihrem Leben eine Depression durchmachen, dann ist es für mich umso wichtiger die Hypnosetherapie in Bezug auf Depressionen bekannt zu machen. Auch in meiner Tätigkeit als Hypnotiseur in Zürich, behandle ich fast jeden Tag depressive Klienten.

Die Wirkung der Hypnose kann für Depressive eine sehr grosse Erleichterung bedeuten. Die Arbeit mit dem Unbewusstsein kann die Länge von depressiven Phasen massiv verkürzen. Auch die Vorsorge gegen weitere Rückfälle in die Depression ist mit Hypnose möglich. Vor, während und nach der Depression: die Hypnose hilft.

Hypnose gegen Allergien
Übersicht:

  • Ursachen der Depression
  • Arten der Depression
  • Behandlung der Depression

Ursachen der Depression

Prädisposition für Depression

Depressionen können jeden Menschen treffen. Kein Alter oder Geschlecht ist vor der depressiven Stimmung gefeit. Jedoch gibt es gewisse charakterliche Eigenschaften, die eine Erkrankung fördern können. Dazu ist es spannend zu bemerken, dass etwa zwei Drittel der diagnostizierten Depressiven Frauen sind. Es sei dahingestellt, ob dies daraus resultiert, dass Frauen sich eher in psychologische Behandlung begeben oder ob sie eher zu den depressionsfördernden, negativen Denkweisen tendieren. Eine weitere Möglichkeit wird weiter unten bei der Männerdepression beschrieben. Denkweisen können bekannterweise unsere Lebensweise beeinflussen, sowie auch bestimmen worauf wir unseren Fokus legen. Deshalb kommen depressive Episoden bei Menschen mit gewissen negativen Einstellungen öfters vor. Nachfolgend die wissenschaftlich erkannten negativen Lebens- und Denkweisen und die Gründe für die Depressionsförderung:

Angst

Angst kann uns immer wieder vor Bedrohungen oder Unfällen bewahren. Leider kann es uns jedoch auch davon abhalten, wichtige Entscheidungen zu treffen. In gewissen Momenten ist es einfach wichtig den Schritt zu wagen. Tun wir das nicht, dann laufen wir Gefahr, in eine Spirale des Misserfolgs zu geraten. So kann kann ein ängstlicher Lebensstil sehr schädlich sein.

Hilflosigkeit

Die Hilflosigkeit macht uns zu einem Boot ohne Ruder. Ob sie gelernt wurde oder ob die Situation tatsächlich verzwickt ist, macht keinen Unterschied. Ein wichtiger Aspekt psychischer Gesundheit ist das Gefühl, in der Welt einen Einfluss zu haben. Auch wenn es kleine Dinge sind, die man bestimmen kann, macht man trotzdem einen Unterschied. Wenn sich die Hilflosigkeit breit macht, dann kann sie schnell zum Gedanken führen, dass man nichts wert ist.

Pessimismus

Wenn man etwas fest erwartet, dann tritt es auch ziemlich sicher ein. Das weiss nicht nur der Hypnosetherapeut. Die selbsterfüllende Prophezeiung ist einer der Hauptgründe, warum es der Pessimist schwer im Leben hat. Mit der Einstellung, dass alles schief geht, geht auch vieles schief. Sobald dann das Erwartete eintrifft und das ganze Leben über einem zusammenbricht, ist der Pessimist in seinen Annahmen bestätigt. Deswegen erwartet er nächstes Mal noch Schlimmeres usw. Diese Spirale sorgt für viel Negatives

Misstrauen

Dazu kommt noch, dass pessimistisch veranlagte Menschen oft misstrauisch sind. Dies führt oft dazu, dass sie nur selten in sozialen Situationen gute Erfahrungen machen. So wird das soziale Fangnetz zerstört oder gar nie erschaffen.

Umgang mit Misserfolgen

Jedes Kind, das Laufen lernt, weiss: manchmal fällt man auf die Schnauze. Die falsche Reaktion wäre dann, den Misserfolg auf den eigenen Wert zu projizieren. Wenn Analyse des Problems nur zu den Gedanken „Ich bin so schlecht“ führt, dann zerstört das das Selbstwertgefühl. Sucht man alle Ursachen für Probleme nur bei sich selbst, macht man sich früher oder später kaputt.

Negatives Selbstbild

Ich bin schlecht“ ist kein guter Ausgangspunkt für irgendetwas. Andere Menschen merken bewusst oder unbewusst die innere Einstellung und reagieren dementsprechend. Jemand der sich selbst schlecht findet, den finden auch meistens die andern schlecht. Auch hier kommt die selbsterfüllende Prophezeiung zum Zug. Der Mensch als soziales Tier rutscht so schnell in die Depression.

Stress

Die Wissenschaft hat schon öfters festgestellt, dass Stress einen wichtigen Teil spielt bei der Entstehung von Depressionen ist. Lang andauernde Überforderung kann selbst bei der stärksten Person zu seinem Einknicken führen. Wenn wir uns keinen Moment der Ruhe gönnen, dann brauchen wir auch die letzten Reserven unseres Körpers auf und dann ist es nur noch eine Frage der Zeit.

Kortison

Das Stresshormon Kortison wurde direkt mit Depression in Verbindung gebracht. Kortison alleine macht noch nicht depressiv, jedoch ist es sehr depressionsfördernd. Da es im Körper eine Art „Stopp“ Funktion hat, kann die Symptome der Depression noch verschlimmen.

Beruf

Der Beruf ist nicht der alleinige Verursacher von Stress. Jedoch ist er der Hauptverdächtige. Mit steigender internationaler Konkurrenz steigt auch der Druck auf die Angestellten in vielen Schweizer Firmen. Dieser Leistungsdruck ist auf längere Zeit absolut zerstörerisch für die psychische Gesundheit. Vorallem wenn die Work-Life-Balance mehr und mehr zu kurz kommt.

Alltag

Natürlich kann auch der Alltag zu Stress führen. Sei dies aufgrund von sozialen Begebenheiten oder überbordenden Verpflichtungen. Wer immer etwas tut und sich nie Entspannung gönnt, der brennt aus, auch wenn die Aktivität an sich Spass macht.

Physische Ursachen

In unserem Gehirn passieren unglaublich viele Dinge zur selben Zeit. Bricht in diesem hochpräzisen Gerät ein Zahnrad ab, werden auch andere Teile in mitleidenschaft gezogen. Besonderheiten im Hirnstoffwechsel können so zu grossen Auswirkungen führen. Denn sind aus irgendeinem Grund zu wenige Botenstoffe vorhanden, wirkt sich das auf unsere Psyche aus. Verminderte Neurotransmitter sind ein Symptom der Depression, aber sie können auch ein Auslöser sein. Dies kann zum Beispiel passieren wenn durch ein Unfall oder eine Fehlbildung, das Gehirn beeinträchtigt wird. Auch Alzheimer kann zu Depressionen führen.

Genotyp für ein erhöhtes Depressionsrisiko

Wissenschaftler haben unlängst entdeckt, dass die Gene auch einen Einfluss auf die Depressionsanfälligkeit haben. Während in normalen Umständen die Personen mit solchen Genen generell glücklicher sind als solche ohne, entsteht eine bei Traumas oder negativen Erfahrungen schneller die psychische Krankheit. Wo genau die Depressionsgene wirken ist nicht vollständig geklärt.

Traumatische Erlebnisse

Die plötzliche eintretende Depression geht eigentlich immer mit traumatischen Erlebnissen einher. Wenn das Leben eigentlich gut läuft können solche einschneidenden Momente alles aus der Bahn werfen. In diesem Fall entsteht die Depression darum, weil nicht genügend Ressourcen vorhanden sind um mit dem Erlebnis umzugehen und es gründlich zu verarbeiten.

Traumatische Kindheitserlebnisse

Die wenigsten Ressourcen um mit negativen Erfahrungen umzugehen haben wir im Kindheitsalter. Deswegen prägen sich diese sehr fest ein. Sehr oft bleiben diese Erinnerungen nur unbewusst bestehen. Im Unbewusstsein kreieren sie ein dauerhaftes negatives Grundgefühl. Manchmal kommen diese Traumas auch zusammen mit anderen Problem an die Oberfläche. Weil unser Unbewusstsein die Zeit als gleichzeitig erlebt, kommen die Kindheitsgefühle sehr oft mit der gleichen Wucht zurück, wie sie damals hatten als sie ins Unbewusste verdrängt wurden.

frühkindlicher Stress

Es muss nicht unbedingt ein einzelner Moment aus der Kindheit sein, der depressionsfördernd ist. Auch eine sonst bewegte Kindheit kann dazu führen. War diese nicht so unbeschwert wie sie sein sollte und waren die Eltern auch überfordert, kann dies schon genügen. Die Ursicherheit und das Urvertrauen ist ein wichtiger Schutz gegen depressive Verstimmungen. Konnte dieser Schutz in der Kindheit nicht aufgebaut werden, gibt es dort immer einen wunden Punkt.

Der Tod eines geliebten Menschen

Es gibt meist nichts belastenderes oder schlimmeres als der Tod eines Menschen der uns nahe steht. Der Tod als etwas finales kommt auch plötzlich, wenn man ihn erwartet hat. Wenn jemand der uns wichtig ist, plötzlich nicht mehr da ist, kann sich das ganze Leben ändern. Vielleicht nicht äusserlich, dafür innerlich umso mehr. Das Vermissen bringt eine Gewisse Lähmung ins Leben. Als ob alles im Moment des Todes stehengeblieben ist. Die Hinterbliebenen bleibt nur die Erinnerung. Diese wird jedoch oft auch verdängt, weil sie zu schmerzhaft ist. Dann kann aber auch kein Heilungsprozess entstehen. Der verdrängte Schmerz verbunden mit dem Stillstand ist der ideale Nährboden für eine schwere Depression.

Isolation

Der Mensch ist ein Herdentier. Die Interaktion mit anderen Menschen wirkt sich ausgleichend auf uns aus. Wird uns dieser Austausch weggenommen gerät der Mensch sehr schnell aus der Balance. Soziale Isolation wirkt sich auf das menschliche Gehirn fast so aus wie Folter. Ist kein gesunden soziales Netzwerk vorhanden kann der potentiell depressive auch nicht davon aufgefangen werden. Weil das Unbewusstsein für soziale Nähe auch Gerüche oder Berührungen bewertet, ist die digitale Vernetzung keine Alternative für persönliche soziale Kontakte. Im Gegenteil, die Digitalisierung führt sehr oft zu noch mehr sozialer Einsamkeit.

Mangelnde körperliche Aktivität

Jäger und Sammler. Das ist unser Ursprung. Beides benötigt grosse körperliche Anstrengungen. Aus diesem Grund reagiert das Unbewusstsein empfindlich auf mangelnde Bewegung. Das heisst nämlich in der Sprache des Unbewusstseins, dass der Untätige nutzlos ist für die Herde.

Je mehr desto mehr

Je mehr wir uns bewegen, desto mehr Ausdauer haben wir das nächste Mal. Mehr Energie wirkt sich auch positiv auf die geistige Verfassung aus. Je mehr wir uns betätigen im Herumsitzen, desto eher sitzen wir auch in Zukunft tatenlos herum. Beim Thema Sport ist das „Huhn oder Ei“ Prinzip sehr gut erkennbar. Werden wir depressiv, weil wir uns nicht genug bewegen oder hören wir uns auf zu bewegen, weil wir depressiv sind? So oder so ist der Mangel an Bewegung für die Psyche sehr schädlich.

Beziehungsprobleme

Die Liebe und die daraus entstehenden Liebesbeziehungen sind ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Es erlebt auch fast jeder Mensch im Leben mindestens einmal Liebeskummer. Trotzdem kann es sehr schlimm sein, wenn eine Beziehung in die Brüche geht. Am daraus resultierenden Liebeskummer kann man sogar sterben. Das gebrochene Herz gilt sogar als anerkannte Todesursache. In dem Moment, in dem Schluss ist, kann eine Welt zusammenbrechen. Hallen gescheiterte Beziehungen noch lange im Leben nach kann kann es zu psychischen Schäden führen.

Unerfüllte Liebe

Die unerfüllte Liebe kann nicht nur in Liebesbeziehungen vorkommen, sondern auch im Familiären Rahmen. Bleibt z.B. die Liebe zur Mutter unerwidert kann das im Kind viele Schäden anrichten. Deshalb kommt immer wieder die Beziehung zu den Eltern ins Spiel wenn es um depressive Störungen geht.

Bin ich depressiv?

Die Frage die sich viele stellen, wenn sie sich über längere Zeit niedergeschlagen oder traurig fühlen. Wichtig: Eine Online-Checkliste ersetzt keine Diagnose. Ausserdem kann und möchte ich als Hypnosetherapeut keine Diagnosen erstellen.

Anzeichen und Symptome der Depression

Die Anzeichen und Symptome der Depression können in zwei Gruppen aufgeteilt werden. Die Gefühle und das Verhalten. Die Gefühle sind nicht von aussen sichtbar und können teilweise auch unterdrückt oder überspielt werden. Das Verhalten ist von aussen sichtbar und deshalb vorallem auch für Angehörige und Aussenstehende wichtig, da die Depressive Person oft nicht die Kraft hat Hilfe zu holen. Sollten Sie mehrere dieser Anzeichen haben und zeigen sich diese über mindestens zwei Wochen konstant, kann es sein dass sie an einer Depression erkrankt sind.

Gefühle

Die Gefühle der Depression werden oft beschrieben wie eine schwarze Wolke die sich über das ganze Leben legt. Durch diese Wolke ist der Himmel nicht mehr sichtbar und es dringt kein Licht mehr durch. Andere beschreiben sich selbst als gefangen in einem dunklen Raum aus dem sie nicht entkommen können. Die Düsternheit zieht sich allgemein durch das gesamte Empfinden durch bei einer Depression. Allgemein fehlt Depressiven ein grösserer Sinn.

Trauer

Die Trauer ist das bekannteste Gefühl im Zusammenhang mit Depression. Bei depressiven stellt sich eine tiefe Traurigkeit ein. Wenn die traurigen Gefühle konstant vorhanden sind, zeigt sich auch ein Gefühl von Niedergeschlagenheit. Die Grundstimmung von depressiven Personen ist melancholisch und düster. Die Trauer zeigt sich stark in der Selbstansicht und den Zukunftsaussichten. Zweitere sind allgemein negativ, sofern sie überhaupt existieren. Manchmal kommt dazu noch eine grosse Portion Selbstmitleid. Darin zu waten fördert die negative Stimmung noch mehr. Wenn die tiefe Trauer zu stark ist für den Depressiven und die Depressive kann es auch sein, dass diese verdrängt wird. Daraufhin kann sich eine schwere Leere einstellen.

Leere

Neben der Trauer kann sich bei Depressiven eine grosse Leere einstellen. Dies ist oft der Fall, wenn die Gefühle zu stark oder zu schmerzhaft sind. Das Unbewusstsein stellt diese dann einfach gesamthaft aus. Diese emotionale Leere weitet sich dann auch auf viele Bereiche aus. Der resultierende Zustand wird oft beschrieben als ein Gefühl der Gefühlslosigkeit. In der Leere fehlen aber auch viele andere wichtige Aspekte des Lebens. Freudlosigkeit, Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit sind bekannte Anzeichen der Depression. Die allgemeine Lustlosigkeit kann dann auch zu einer fehlenden Lebensfreude in allen Bereichen führen. Die Leere kann in der Depression auch soweit führen, dass die betroffene Person ihre gesamte Identität verliert. Die eigene Person wird dann nur noch als Leer und Inexistent wahrgenommen. Auch wird alles so wahrgenommen, dass es keinen Sinn hat. Die eigenen Handlungen und das eigene Leben wird dann als sinnlos wahrgenommen. Wenn Handeln als sinnlos wahrgenommen wird führt das auch meist zu einer grossen Kraftlosigkeit.

Gedrücktheit und Schwere

Wenn die Energie fehlt um etwas zu tun, dann wird jede Angelegenheit unendlich schwer. Diese grosse Schwere legt sich auch auf den Depressiven. Diese Last wird auch beschrieben als Gewicht, dass sich zum Beispiel auf die Brust legt und das Atmen erschwert. Die grosse Last, die der Depressive auf den Schultern zu tragen scheint, führt auch zu gedrückter Stimmung. Allgemein wird alles als Belastung wahrgenommen. Diese fühlt sich schwer und drückend an.

Ängste

Wenn Depressive eine Vorstellung von der Zukunft haben, dann ist diese meist sehr von Ängsten geprägt. Die Angst vor Versagen oder ähnlichem wirkt auch lähmend. Die Angst, dass der geistige Zustand immer so bleiben wird und man nie „aus dem Loch kommt“ ist oft antreffbar. Die vorhandene Energie wird dann höchstens auf die Furcht verwendet und nicht auf die Besserung.

Reizbarkeit

Auch eine erhöhte Reizbarkeit kann bei Depressiven vorkommen. Es kann sein, dass sie sich verhalten wie ein verletzter Hund und nach allem schnappen, was in ihre Nähe kommt. Dies kann oftmals Hilfeversuche im Keim ersticken. Breitet sich die gereizte Stimmung zu sehr aus, ziehen sich nahestehende Personen immer mehr zurück. Dies kann zu noch mehr Isolation führen.

Gedanken an Selbstmord

Wenn das eigene Leben nur noch als schwere Last und als Abfolge negativen Gefühlen wahrgenommen wird, sehen gewisse Depressive fälschlicherweise den Tod als einzigen Ausweg. Der Entschluss sich das Leben zu nehmen entsteht oft aus dem Mangel an Zukunftsperspektiven. „Wenn sowieso nichts Gutes mehr kommt, warum soll ich dann weitermachen?“ kann der Gedanke sein. Die meisten Depressiven denken früher oder später über den Tod nach. Diese Gedanken führen jedoch meist nicht zum tatsächlichen Versuch. In Fällen von Selbstmordgedanken können wir alle heilfroh sein, dass Depressive an chronischer Antriebslosigkeit leiden. Ist jedoch der Entschluss gefasst, seinem Leben ein Ende zu setzen, kann eine grosse, plötzliche Veränderung im Verhalten vorkommen. Scheint eine Depressive Person vom einen Tag auf den anderen erleichtert und gelöst, ist Vorsicht geboten. Dann kann es nämlich sein, dass sie sich entschieden hat sich umzubringen.

Schuldgefühle

Auch grosse Schuldgefühle können Depressive plagen. Hat die betroffene Person die Einstellung, dass alles ihre Schuld ist, dann kann auch das Gefühl aufkommen, dass sie für alles verantwortlich ist. Alles negative, dass um einem herum passiert kann dann auf sich genommen werden. Für die eigene Schuld und die eigenen Probleme kann der Depressive so auch Schamgefühle entwickeln. Der Sinn für eine Teilung der Verantwortung ist dann nicht mehr auffindbar.

Selbstbewusstsein

Das Selbstbewusstsein von Depressiven hat meist einen sehr negativen Anstrich. Viele Depressive fühlen sich als Versager, da nur das Negative wahrgenommen wird. Gefühle der Wertlosigkeit werden noch gesteigert mit stetigen Selbstvorwürfen. Das Gefühl, dass sie alles falsch machen und sowieso nichts fertigbringen. Dieses Mangelnde Selbstwertgefühl sorgt auch dafür, dass vieles gar nicht mehr versucht wird. So entsteht auch eine Unentschlossenheit, die dafür sorgt, dass alles angefangene beim kleinsten Bisschen Widerstand aufgegeben wird.

Innere Unruhe

Die Innere Unruhe zeigt sich vorallem in kreisenden Gedanken. Dieses Gedankenkreisen zieht sie wie ein Strudel nach unten. Solche negativen Gedankengänge können auch nicht beendet werden. Wenn der Gedankenstrudel anfängt, kommt er zwangsläufig bei etwas negativem an. Dieses übermässige Grübeln kann unter anderem auch erholsamen Schlaf verhindern. Wenn die Gedanken um die Zukunft kreisen stellen sich meist nur negative Zukunftsaussichten ein.

Schmerzen

Bei schweren Depressionen kann es auch zu psychosomatischem Schmerz kommen, Das heisst, dass der oder die Betroffene Schmerzen verspürt, obwohl keine physische Ursache dafür zu finden ist. Wenn sich der psychische Schmerz auch auf der körperlichen Ebene manifestiert, ist wieder die Body-Mind Komponente des Unbewusstsein gefragt.

Verhalten

Das Verhalten von Depressiven ist offensichtlich geprägt von verminderter Energie. Vorallem Angehörige können einen grossen Unterschied in den Tätigkeiten feststellen. Teilweise kann es sein, dass zwar das Verhalten relativ gleich bleibt, die Freude jedoch verloren geht. Betroffene beschreiben dies oft als „funktionieren“ im Gegensatz zu „leben“.

Antriebslosigkeit

Die Antriebslosigkeit ist eines der Hauptanzeichen von Depression. Dann bringen Tätigkeiten, die vorher Spass gemacht haben, keine Freude mehr. Sich aufzuraffen wird fast zu einem Ding der Unmöglichkeit. Teilweise leidet auch die Körperpflege. Nimmt die Verminderung des Antriebs starke Formen an, können alltägliche Aufgaben nahezu unmöglich erscheinen. Was vorher mit Links gemacht werden konnte, braucht in der depressiven Phase unglaubliche Willenskraft.

Rückzug

Betroffene ziehen sich oft zurück und igeln sich ein. Soziale Kontakte werden immer seltener. Das Einigeln führt dann mehr und mehr zu Isolation. Durch die Vermeidung von allem ausserhalb des dunklen Zimmers findet auch ein grosser Interessenverlust statt. Kapselt sich eine depressive Person sehr von der Umwelt ab, kann es schwer sein, wieder zu ihr vorzudringen. Meist ist die Reaktion gereizt oder ohne Energie.

Schlafstörungen

In einer depressiven Phase kommen Schlafstörungen oft vor. Zwar besteht ein vermehrtes Schlafbedürfnis, so dass man den ganzen Tag im Bett verbringen könnte. Jedoch fühlt man sich trotzdem sehr erschöpft und müde. Dies kann auch nach vielen Stunden Schlaf immernoch der Fall sein. Die Energielosigkeit und Erschöpfung führen auch zu einem vermehrten Schlafbedürfnis. Jedoch können Depressive trotz schwerer Müdigkeit nicht schlafen. Unter anderem weil die Gedanken stetig Kreisen. So kann nie die Ruhe einkehren die für ein erholsamer Schlaf wichtig wäre.

Selbstverletzung

Hat sich das Gefühl der Gefühllosigkeit ausgebreitet und wird nur noch eine grosse Leere gefühlt, kann die Selbstverletzung ein Versuch sein „Sich selbst zu spüren“. Die Verletzung wird dann als Ausweg betrachtet.

Gestörtes Essverhalten

Die Nahrungsaufnahme kann auch gestört sein. Entweder wird zu viel oder zu wenig gegessen. Die Appetitlosigkeit kann zu starkem Abnehmen und Abmagern führen. Auf der andern Seite können auch zügellose Fressattacken an der Tagesordnung sein. Ersteres ist oft auch der Versuch, wenigstens etwas die Kontrolle zu behalten. Zweiteres ist oft auch ein Versuch die innere Leere mit Nahrungsmitteln zu füllen. Durch diese Abwechslung können grössere Gewichtsschwankungen beobachtet werden.

Konzentrationsstörungen

Durch das ewige Kreisen der Gedanken kann die Konzentration sehr in Mitleidenschaft gezogen werden. Auch hier wird ein kleines Bisschen Konzentrieren als sehr überfordernd wahrgenommen. Die Konzentrationsmängel führen dann auch zu negativeren Ergebnissen. Auf diese Weise dreht sich die die Negativspirale weiter.

Behandlung von Depression

Früher wurde die Behandlung der Depression dem Geistheiler überlassen. Denn es wurde angenommen, dass ein böser Geist die Person übernommen hat und ihr die Energie aussaugt. Seit damals haben wir viele Fortschritte in der Behandlung von Depressionen gemacht. Sowohl die klassischen Psychologen, wie auch die Komplementärmediziner haben sich viel mit der Hilfe bei Depression auseinandergesetzt. Die Hypnosetherapie ist dabei eine der am schnellsten wirksamen Therapiemöglichkeiten, da die Therapie ganz auf das Individuum angepasst werden kann. Zuerst jedoch eine kleine Übersicht über die klassischen Behandlungsmöglichkeiten:

3 Tricks gegen Depression

Die Sie jetzt gerade machen können, bevor sie einen Termin bei der Hypnosetherapie abmachen.

Kalt duschen

Die Fähigkeit sich zu etwas zu überwinden, kann wie ein Muskel trainiert werden. Bei Depressiven ist dieser Muskel jedoch oft verkümmert. Einer der effektivsten Trainingsmethoden für das Überwinden ist die kalte Dusche. Dabei fängt man mit einer warmen Dusche an und überwindet sich dann, das Wasser auf kalt zu stellen. Die Überwindung die diese Umstellung braucht ist teilweise massiv. Auch wenn es im ersten Moment schrecklich ist, ist es wichtig mindestens 30 Sekunden unter dem kalten Wasser zu bleiben. Dort ist es wichtig zu merken, dass man selbst die Kraft hat, sogar einer Naturgewalt wie der Kälte standzuhalten. Selbst wenn es weniger als 30 Sekunden sind, ist das Drehen des Wasserhahns schon ein grosser Erfolg. Neben den gesundheitlichen Vorteilen des kalt Duschens gibt es für Depressive auch noch den Vorteil, dass mit dem kalten Wasser der innere Dialog abgeschaltet werden kann. Sollte nach dem kalten Wasser die depressiven Gefühle wiederkommen, erlebt man doch unter dem kalten Wasser das Leben voll und ganz. Wenn man voll und ganz in der Kälte ist füllt sich die Leere mit Überlebenswillen und Sinn. Ausserdem wirkt kalt Duschen weckend und bringt einem viel Energie. So werden die Symptome der Depression mindestens für kurze Zeit zurückgedrängt.

Scharf Essen

Auch wenn man scharfes Essen gar nicht mag, kann es doch sehr von Vorteil sein. Durch das Capsicain, das das Essen scharf macht, werden Glückshormone freigesetzt im Gehirn. So ist scharfes Essen der kleine Bruder von Antidepressiva. Wenn man schwitzt und es brennt im Mund, dann hat man auch nicht viel Zeit sich über etwas anderes Gedanken zu machen. Auch hier wird das Überwinden trainiert. Manchmal braucht es viel Willenskraft um in die Chili zu beissen. Das gute Gefühl des Schärfeglücks kann auch nach dem Abklingen des Brennens noch lange anhalten und so Licht ins Dunkel bringen

Kissen schlagen

Einer der Hauptprobleme bei wirklich depressiven ist die Distanz zwischen sich und den Gefühlen. Wenn sie nicht rausgelassen werden können, dann stauen sie sich an. Bei vielen Depressiven brodelt die Wut unter der Oberfläche. Deshalb ist es wichtig diese Rauszulasen. Dafür kann man ein Kissen nehmen und darauf einschlagen. Und zwar nicht so halbherzig sondern mit voller Verausgabung. Dabei kann man die Wut auf den eigenen Zustand und alles andere voll rauslassen. Macht man es richtig und verausgabt sich voll, kann das vieles lösen und man kann sich voll im Körper fühlen. Der Mensch braucht eine natürliche Aggression um zu überleben. Mit ein Bisschen Boxen kann das sehr gut trainiert werden.

Klassische Behandlungsmethoden

Kognitive Verhaltenstherapie

Die kognitive Verhaltenstherapie geht davon aus, dass wir so handeln, wie wir denken. Deshalb liegt es nahe, dass wir, indem wir unser Denken verändern, auch unser Verhalten verändern. In der Kurzfassung geht das so, dass die gedankliche Ursache für die Depression gefunden wird, danach wird dieses Denken verbessert und dann auf das Verhalten übertragen. Dieser Vorgang ist sehr auf der rationalen Ebene gehalten und braucht teilweise viel Zeit, bis etwas aus der Therapie ins Unbewusstsein sickert. Dann aber kann es gut nützen, wenn negative Annahmen über sich selbst aus dem Denken geschafft werden können. Sind die negativen und schädlichen Denkweisen ersetzt durch positive, hat dies auch einen positiven Einfluss auf die depressiven Gefühle.

Schlafentzug

Das gestörte Schlafverhalten vieler Menschen mit Depressionen kann auch einen Einfluss auf die schlechte Stimmung haben. Deshalbt ist manchmal ein voller Reset vonnöten. Dafür schläft eine Person die ganze Nacht nicht, und hält sich dann auch noch den ganzen nächsten Tag wach. Sobald der Körper auf die Reserveenergie zurückgreift, setzt das euphorische Gefühle frei. Jemand der Übermüdet ist lacht auch oft wegen den kleinsten Dingen. Genau dieser Effekt wird so für therapeutisch eingesetzt. Ausserdem wird der Druck vom „Ich muss jetzt schlafen“ genommen.

soziales Kompetenztraining

Die Depression hat oft soziale Isolation als Symptom oder Ursache- Deshalb zielt das soziale Kompetenztraining darauf ab, dass die depressive Person soziale Situationen besser handhaben kann. So können Betroffene wieder in „den Kreis der Lebenden“ zurückfinden. Die Beziehungen mit anderen Menschen festigen und ankern die Person, sodass sie nicht von der Depression gleich hilflos ausgeliefert ist.

Johanneskraut

Johanneskraut wird als eine Art Hausmittel empfohlen. Es hat eine stimmungsaufhellende Wirkung, die vorallem bei weniger schweren Depressionen Linderung bringen kann. Die Wirkstoffe im Johanneskraut haben eine milde antidepressive Wirkung. Damit das Johanneskraut als Antidepressivum wirken kann, muss es hoch dosiert werden. Die hohe Dosierung ist vorallem in Präparaten zu finden.

Ursachen von Depressionen

Damit wir verstehen können warum etwas ist, müssen wir herausfinden, wie es entstanden ist. Ausserdem können wir vorsorglich tätig werden, wenn wir die ersten Zeichen richtig deuten. Die Depression kann viele Ursachen haben. Generell gesagt, ist sie eine der möglichen Reaktionen auf starke äussere Einflüsse. Ausser in sehr seltenen Ausnahmen werden wir nicht depressiv geboren, sondern entwickeln eine Depression im Verlaufe unseres Lebens. Dies kann schleichend passieren, mit kleinen negativen Veränderungen. Auch eine plötzliche Entstehung ist möglich. Die Betroffenen beschreiben das als „in ein Loch fallen“.

Prädisposition für Depression

Depressionen können jeden Menschen treffen. Kein Alter oder Geschlecht ist vor der depressiven Stimmung gefeit. Jedoch gibt es gewisse charakterliche Eigenschaften, die eine Erkrankung fördern können. Dazu ist es spannend zu bemerken, dass etwa zwei Drittel der diagnostizierten Depressiven Frauen sind. Es sei dahingestellt, ob dies daraus resultiert, dass Frauen sich eher in psychologische Behandlung begeben oder ob sie eher zu den depressionsfördernden, negativen Denkweisen tendieren. Eine weitere Möglichkeit wird weiter unten bei der Männerdepression beschrieben. Denkweisen können bekannterweise unsere Lebensweise beeinflussen, sowie auch bestimmen worauf wir unseren Fokus legen. Deshalb kommen depressive Episoden bei Menschen mit gewissen negativen Einstellungen öfters vor. Nachfolgend die wissenschaftlich erkannten negativen Lebens- und Denkweisen und die Gründe für die Depressionsförderung:

Angst

Angst kann uns immer wieder vor Bedrohungen oder Unfällen bewahren. Leider kann es uns jedoch auch davon abhalten, wichtige Entscheidungen zu treffen. In gewissen Momenten ist es einfach wichtig den Schritt zu wagen. Tun wir das nicht, dann laufen wir Gefahr, in eine Spirale des Misserfolgs zu geraten. So kann kann ein ängstlicher Lebensstil sehr schädlich sein.

Hilflosigkeit

Die Hilflosigkeit macht uns zu einem Boot ohne Ruder. Ob sie gelernt wurde oder ob die Situation tatsächlich verzwickt ist, macht keinen Unterschied. Ein wichtiger Aspekt psychischer Gesundheit ist das Gefühl, in der Welt einen Einfluss zu haben. Auch wenn es kleine Dinge sind, die man bestimmen kann, macht man trotzdem einen Unterschied. Wenn sich die Hilflosigkeit breit macht, dann kann sie schnell zum Gedanken führen, dass man nichts wert ist.

Pessimistisch

Wenn man etwas fest erwartet, dann tritt es auch ziemlich sicher ein. Das weiss nicht nur der Hypnosetherapeut. Die selbsterfüllende Prophezeiung ist einer der Hauptgründe, warum es der Pessimist schwer im Leben hat. Mit der Einstellung, dass alles schief geht, geht auch vieles schief. Sobald dann das Erwartete eintrifft und das ganze Leben über einem zusammenbricht, ist der Pessimist in seinen Annahmen bestätigt. Deswegen erwartet er nächstes Mal noch Schlimmeres usw. Diese Spirale sorgt für viel Negatives

Misstrauisch

Dazu kommt noch, dass pessimistisch veranlagte Menschen oft misstrauisch sind. Dies führt oft dazu, dass sie nur selten in sozialen Situationen gute Erfahrungen machen. So wird das soziale Fangnetz zerstört oder gar nie erschaffen.

Umgang mit Misserfolgen

Jedes Kind, das Laufen lernt, weiss: manchmal fällt man auf die Schnauze. Die falsche Reaktion wäre dann, den Misserfolg auf den eigenen Wert zu projizieren. Wenn Analyse des Problems nur zu den Gedanken „Ich bin so schlecht“ führt, dann zerstört das das Selbstwertgefühl. Sucht man alle Ursachen für Probleme nur bei sich selbst, macht man sich früher oder später kaputt.

Negatives Selbstbild

Ich bin schlecht“ ist kein guter Ausgangspunkt für irgendetwas. Andere Menschen merken bewusst oder unbewusst die innere Einstellung und reagieren dementsprechend. Jemand der sich selbst schlecht findet, den finden auch meistens die andern schlecht. Auch hier kommt die selbsterfüllende Prophezeiung zum Zug. Der Mensch als soziales Tier rutscht so schnell in die Depression.

Wie hilft Hypnose bei Depression?

Wie wir gesehen haben umfasst die Depression fast alle Aspekte des Lebens. Deshalb ist es wichtig die Hypnosetherapie so umfänglich wie möglich zu gestalten. Zur erfolgreichen Behandlung der Depression mit Hypnose werden die meisten Phänomene der Trance gebraucht. Damit die Veränderungen nachhaltig sind und kein Rückfall stattfindet muss die dunkle Wolke der Depression an allen drei Fronten bekämpft werden: in der Vergangenheit im Jetzt und in der Zukunft. So können mittels Hypnosetherapie die Ursachen gelöst, das Sein bestärkt und die Zukunft erhellt werden. Damit sich etwas verändert muss etwas verändert werden. Dabei achten wir auf die zwei wichtigsten Teile die fehlen im Empfinden von Depressiven: Der Sinn und die Energie. Der Sinn um die Leere wieder mit Sinn zu füllen und die Energie um wieder das zu tun was uns gut tut.

Vorteile der Hypnotherapie

  • schnell
  • direkt im Unbewusstsein
  • neue Gefühle direkt erleben
  • Trancephänomene
  • weniger Rückfallgefahr
  • Selbsthypnose

Hypnosetherapie der Vergangenheit

Damit wir wissen warum etwas ist, müssen wir zuerst herausfinden wie es entstanden ist. So ist das auch bei der Heilung der Depression.

Es ist nie zu spät für eine schöne Kindheit

Regression

Mit Regression ist nicht das Zurückreisen in eine vergangenes Leben gemeint, sondern die Rückreise in der eigenen Erinnerung. Die Regression als eines der wichtigsten Trancephänomene bietet uns grossartige Möglichkeiten. Wenn wir direkt in die belastende Erinnerung zurückreisen können, ist es uns auch möglich sie zu verändern oder aufzuarbeiten. Diese Form von Hypnosetherapie macht es möglich, dass wir die persönlichen, stressreichen Lebensereignisse verarbeiten können.

Trauma auflösen

Wenn die Depression einen klaren Startpunkt hat, also ein traumatisches Erlebnis, dann ist das natürlich der erste Anhaltspunkt. Dieses Trauma muss meist verarbeitet werden, damit die Depression richtig behandelt werden kann. Dabei benutzen wir unbewusste Ressourcen und solche die der jüngeren Person im traumatischen Erlebnis nicht zur Verfügung gestanden sind. Ausserdem ist es oft wichtig, dass der Hypnosetherapeut selbst auch anwesend ist in solchen Situationen. Bei der Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen erlebt man sie zwar noch einmal, jedoch ist die Wahrnehmung in der hypnotischen Trance verändert. Auf diese weisse können die schmerzlichen Erinnerungen abgeschwächt werden und verblassen.

Ursachen vom negativen Denken

Alles was zurückliegt kann auf diese Weise angegangen werden. Auch Erlebnisse, die vielleicht auf der ersten Blick nicht als besonders schädlich empfunden werden. Vor allem Erfahrungen mit den Eltern haben oft einen rosa Schimmer, obwohl sie oft die eigene Empfindung sehr beeinflussen. Wenn man z.B. einem Elternteil nie gut genug war, kann das eine negative Selbstansicht verursachen, die dann zur Depression führen kann. Auch Mobbing oder ähnliches kommt oft zum Vorschein, wenn es um dieses Thema geht. Allgemein alles was zu depressivem Denken führt sollte zuerst gerichtet werden. Einer der Redewendungen in der Hypnosewelt ist: „Es ist nie zu spät für eine schöne Kindheit“. In diesem Kontext kann man die Aussage noch weiterführen und sagen dass es nie zu spät ist für eine positive Vergangenheit. Eine positive Ansicht der Vergangenheit hat auch einen positiven Einfluss auf die Gegenwart. So kann sich wieder ein Sinn für ein gutes Selbst einfinden. Auch die Energie die verschwendet wurde für das Grübeln an der Vergangenheit kann für besseres eingesetzt werden.

Hypnose im Jetzt

Wenn das Erleben gestört ist, kann es schon eine grosse Hilfe sein, sich in der hypnotischen Trance anders zu fühlen. Deswegen ist wichtig das Jetzt erleben zu können, auch ohne Einfluss der Vergangenheit oder der vorgestellten Zukunft. In der Hypnose können wir mindestens temporär die negativen Gefühle dämpfen. Sind die Gedanken zum Jetzt geholt, kann auch wieder der Sinn für sich selbst mehr und mehr entstehen. Im Moment zu leben und sich nicht von alten Zöpfen beschwerden zu lassen, bringt auch mehr Energie.

Positives Erleben

Die erste Hilfe bei der Depression ist bereits das positive Erleben. Schon in den ersten Minuten der Trance kann sich das positive Gefühl einstellen. Ein solch positives Gefühl wie es die depressive Person schon länger nicht mehr erlebt hat. Auf diese weise kann eine glücklichere Stimmung erlebt werden, was vieles auslöst. Vor allem die Realisierung, dass es vorüber gehen kann. Dass es ausserhalb der dunklen Wolke auch noch etwas anderes gibt, vielleicht sogar Sonnenschein. Wenn wir an diese Grenzen der Wahrnehmung gehen und diese vielleicht sogar neu ziehen gibt das viel Sinn und Energie zurück.

Ressourcen zurückholen

Der wichtigste Aspekt der Hypnosetherapie der Depression ist das Zurückholen von Ressourcen. Auch nur schon der kleinste Funke Energie oder Motivation kann grosse Wirkung zeigen. Damit die Ressourcen frei werden, müssen kräftezehrende Denkweisen platz machen für neue positivere Aussichten. Die Selbstansicht muss weg von „ich bin schlecht“ hin zu „ich schaffe das“.

Wechseln der Perspektive

Das Unbewusstsein enthält unter anderem ein riesiges Filtersystem. Wenn wir die Perspektive ins positive wechseln, werden auch andere Informationen durchgelassen, die vorher herausgefiltert wurden. Wo man vorher nur das Negative gesehen hat, kann dann auch plötzlich Gutes erlebt werden. Mit dem Ändern der Filtereinstellungen kann auch wieder der Sinn für sich als balanciertes Ganzes entstehen und nicht nur als jemand, dem nur Negatives widerfährt.

Kleine Schritte

Logischerweise verschwindet eine Depression nicht von heute auf morgen, jedoch vielleicht übermorgen. Deshalb ist es wichtig, dass wir an den kleinen Erfolgen festhalten. Damit wir kleine Erfolge haben können, müssen wir uns auch kleine und überschaubare Ziele setzen. „Ab Montag bin ich nicht mehr Depressiv“ ist dann keine sinnvolle Einstellung. Depressive sind oft sehr hart mit sich selbst. Für die kleinen Erfolge ist es jedoch wichtig sich nicht zu grossen Druck zu machen. „Am Montag stehe ich vor 10 Uhr morgens auf“ wäre da schon die bessere Alternative. Wenn wir mittels Hypnose den Filter auf diese Erfolge stellen, dann sieht schon alles nicht mehr so düster aus. Und die Erfolge geben auch ein gutes Gefühl und einen guten Sinn für die eigenen Fähigkeiten. Bleiben wir bei den kleinen Schritten im Jetzt können wir die dunkle Wolke Schritt um Schritt zurückdrängen. Auf diese Weise können wir mehr und mehr Ressourcen zurückholen. Die Energie baut sich dann exponentiell auf mit dem „je mehr desto mehr“ Prinzip.

Spass am Leben

Auch wenn es vielleicht weit weg erscheint, kann es doch für Depressive möglich sein wieder etwas Spass am Leben empfinden. Kleine Momente der Freude, die zeigen, dass nicht alles schlecht ist. Diese Momente der Trance können wir fördern mit Hypnose. Damit man auch einen Schritt zurücktreten und auch mal wieder richtig lachen kann. Die Möglichkeiten des schwarzen Humors schöpft der fähige Hypnosetherapeut natürlich auch aus.

Herauskommen

Es ist wichtig, dass man aus sich herauskommt, wenn man depressiv ist. Dass man sich nicht nur einfach verkriecht, sondern auch mal nach draussen geht. Die Energie dafür können verschiedenste Methoden der Hypnose freisetzen. So kann es dann „wie von alleine“ passieren, dass man über sich hinauswächst.

Erlernte Hilflosigkeit

Der geflügelte Ausdruck ist „die erlernte Hilflosigkeit“. Dabei erleben sich Menschen als komplett hilflos und unfähig einen Einfluss auf die Welt zu haben. Dabei schränken sie ihren Handlungsspielraum so ein, dass nur ein negatives Ergebnis herauskommen kann. Das Gefühl der Machtlosigkeit wird durch jeden Misserfolg gefestigt und somit gelernt. Bei der Hypnose im Jetzt benutzen wir verschiedene Trancephänomene, damit der Klient jede Situation wieder unabhängig erleben kann. So wird die Hilflosigkeit vergessen. Ausserdem werden die Erfolge, die als „Zufall“ abgestempelt wurden, analysiert und mit den eigenen Fähigkeiten verknüpft. Die Misserfolge werden realistisch den betreffenden äusseren Umständen zugeschrieben, nicht mehr nur sich selbst.

Körperlich aktiv

Gewisse Dinge kann man nicht nur im Kopf machen. Bei der Depression ist es darum immer wichtig, dass der Klient körpelich aktiv wird. Dies muss nicht unbedingt ausgedehnter Sport sein. Auch schon kleine Aktivitäten helfen. Ein Bisschen spazieren zum Beispiel. Die Lust auf die Bewegung kann mit Hypnose gefördert werden. Auch der Durchhaltewillen, der für die regelmässige Bewegung nötig ist, kann gestärkt werden. Dann kann es auch sein, dass sich die Bewegung am Anfang nur aufs Aufstehen reduziert. Wird dies jedoch regelmässig gemacht und kann eine Gewohnheit entstehen, ist der Morgen schon viel besser gestartet.